| Magnetotransport |
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Für Messungen bis hinunter zu 300 mK kommt ein He-3 Kryostat zum Einsatz, welcher mit einem 10 T Magneten ausgestattet ist. Die Kühlwirkung kommt dabei zustande, dass zuvor verflüssigtes He-3 mittels einer Sorptionspumpe abgepummt wird. Neben den oben genannten Systemen ist es auch möglich mittels eines He-4 Durchflusskryostaten Messungen von He-Temperatur (4 K) bis hinauf zu Raumtemperatur durchzuführen. Bei diesem Messaufbau steht ein Magnet mit einem Feld bis 0.5 T zur Verfügung. Wichtige Methoden zur Charakterisierung zweidimensionaler Elektronengase in Halbleiterheterostrukturen sind die Messung des Quanten-Hall-Effektes und der Shubnikov-de Haas Oszillationen. Diese geben Aufschluss über die Transporteigenschaften, wie Beweglichkeit, Leitfähigkeit oder Ladungsträgerkonzentration. Shubnikov-de Haas Messungen können auch genutzt werden um Informationen über die Spin-Bahn-Wechselwirkung in Halbleiterheterostrukturen zu erhalten, eine wichtige Eigenschaft zur Realisierung des Spintransistors. Die Stärke der Spin-Bahn-Wechselwirkung kann über durch Auswertung des charakteristischen Schwebungsmusters in den Shubnikov-de Haas Oszillationen bestimmt werden. Mit Hilfe eines rotierenden Probenhalters ist es zudem möglich Informationen über die Stärke der Zeeman-Spinaufspaltung zu gewinnen. Bei sehr tiefen Temperaturen und kleinen Magnetfeldern können Interferenz-Phänomene beobachtet werden. Beispiele sind hier die schwache Lokalisierung (negativer Magnetowiderstand) oder in ringförmigen Strukturen der Aharonov-Bohm Effekt. Spineffekte zeigen sich hier z.B. durch Umkehrung der schwachen Lokalisierung in die schwache Antilokalisierung (positiver Magnetowiderstand). Durch Messung der Antilokalisierung ist es möglich Informationen über die Spinstreuung zu erhalten.
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Forschungszentrum
Jülich D-52425 Jülich |
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Kontakt | Impressum | 5.02.2012 |